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Mittwoch, 07. April 2010

Field Recorder: mobile Audiorecorder für hochqualitative Tonaufnahmen


Die handlichen Field Recorder ermöglichen überall Tonaufnahmen in höchster Qualität. Interessant sind sie nicht nur für Musiker.

 

Field Recorder sind eine relativ neue Gerätegattung und sozusagen ein kleines Tonstudio zum Mitnehmen in der Jackentasche. Viele sind nur wenig grösser als ein Handy. Ihre geringe Grösse verdanken sie dem Flash-Speicher, der als Aufzeichnungsmedium dient. Einige Geräte verfügen über einen eingebauten Speicher, andere nutzen (Flash-)Speicherkarten und viele Recorder bieten beides. 

Frühere Audioaufnahmegeräte benötigten als analoges oder später digitales Aufzeichnungsmedium ein Magnetband (auf einer Spule oder in einer Kassette) oder eine Disk wie zum Beispiel die MiniDisc-Player/-Recorder, die vor dem MP3-Boom in Mode waren.

Wie bei MP3-Playern mit Flashspeicher liegen die Vorteile der Field Recorder in der geringen Grösse, dank kleinem Speichermodul bei grosser Kapazität und dem Verzicht auf bewegliche Teile (Laufwerkmechanik).

 

Die Bezeichnung "Fieldrecorder" bezieht sich übrigens darauf, dass die Geräte im "Feld" - sprich ausserhalb eines Tonstudios eingesetzt werden. Andere Bezeichnungen für diese Geräte sind "mobile Audiorecorder" oder "Handy Recorder". Zu den ersten Modellen, die den Boom der Field Recorder auslösten, gehörten die Modelle H4 (4 Kanal-Aufzeichnung) und H2 der japanischen Firma Zoom. Sie kamen 2007 und 2008 auf den Markt.

 

 

 

 

Nicht verwechseln sollte man die Field Recorder übrigens mit den ähnlichen - oft etwas kleineren - Diktiergeräten (Voice Recorder). Diese sind jedoch lediglich für die Sprachaufzeichnung optimiert, wogegen Field Recorder einen grösseren Frequenzbereich erfassen können und so eine deutlich bessere Tonqualität sowie professionelle Ausstattung bieten. Zum Vergleich ist im Bild oben ganz links ein Diktiergerät neben zwei Fieldrecordern (Olympus LS-10 und Zoom H4n) zu sehen. Der H4n (next) ist der Nachfolger des legendären H4.

Mit mobilen Field Recordern lassen sich Gespräche, Vorträge, Podcast-Beiträge, Konzerte und Umgebungs-/Originalton bei Film-/Videoaufnahmen in bester Tonqualität aufzeichnen.

Die Geräte spielen natürlich auch Musik ab und lassen sich so zusätzlich als MP3-Player "missbrauchen".

 

 

 

 

Typische Merkmale eines Fieldrecorders

 

eingebautes Stereomikrofon: 2 herausragende Mikrofonkapseln
Anschluss für externes Mikrofon (Mic): 3.5mm-Stereoklinke (Jack) und/oder 2x XLR-Mono
Kopfhörerausgang (Ear-/Headphone): 3.5mm-Klinke (Jack)
Audio-Ausgang (Line-Out): 3.5mm-Klinke (Jack)
USB-Schnittstelle: USB 2.0-HiSpeed für Datenaustausch mit PC
Display: LCD oder OLED
Speicher: interner Speicher oder SD/SDHC-Speicherkarten oder beides
Energieversorgung: Batterien/Akkus im AA-Format (oder AAA-Format), eventuelle Lithium-Ionen-Akku und Netzanschluss
Stativgewinde (Tripod Mount): zur Befestigung auf einem Stativ oder einer Halterung (z.B. Kamera-Rig)


Software: In der Regel wird eine einfache Version eines Audiobearbeitungsprogrammes wie Steinberg Cubase LE oder Cakewalk mitgeliefert.

 

Zubehör: Zu den meisten Geräten gibt es Zubehör wie eine Fernbedienung, Windschutz etc. Einiges wird mitgeliefert, anderes muss separat erworben werden.

 

Marken: Fieldrecorder werden von etlichen aus der Unterhaltungselektronik oder Musikgerätebranche bekannten Herstellern angeboten: Alesis, Edirol, Tascam, Marantz, Olympus, Roland, Sony und Zoom.