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Samstag, 27. August 2011

Digitale Rückteile und Mittelformatkameras in Publisher 4/2011


Auf den Seiten 60 bis 65 der Publishier-Ausgabe 4/2011 informiert mein Artikel über den Stand der Technik und das Angebot im digitalen Mittelformat. Dazu gibt es kurze Infos zu den verschiedenen Herstellern und eine Übersicht über die in der Schweiz erhältlichen Produkte. Der vollständige Artikel kann im Publisher-Archiv online (ohne Tabelle) gelesen und dort auch als PDF (mit Tabelle) kostenlos herunter geladen werden.

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Eine ausführlichere Marktübersicht kann als PDF herunter geladen werden. Es gibt die Version aus der Zeit des Artikels und im Download-Bereich finden Sie die jeweils aktuellste.

 

Hier in diesem Add-on zu jenem Artikel finden Sie weitere Infos und unten eine Diaschau mit Produktbildern.

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Aufnahme- und Filmformate

Digitale Systemkameras orientieren sich häufig an den klassischen Filmformaten. Dies gilt vor allem für jene Kamera-Objektiv-Systeme, die einst für ein bestimmtes Filmformat entwickelt wurden und dann zusätzlich um digitale Kameras oder (im Mittelformat) um digitale Rückteile ergänzt wurden. Kamerasysteme wie das "Leica S-System" oder "Micro FourThirds" wurden zwar ohne Bezug auf bestehendes Filmformat entwickelt, doch auch sie lassen sich einem "Aufnahmeformat wie dem digitalen Kleinbild- oder dem digitalen Mittelformat zuordnen. Die Fotosensoren sind allerdings stets etwas kleiner.

Als Aufnahme- oder Bildformat gilt die für eine Aufnahme genutzte bzw. nutzbare Fläche auf einem Film oder auf einem Fotosensor. (Das Aufnahmeformat muss dabei nicht der ganzen nutzbaren Fläche des Films oder Sensors entsprechen, sondern kann kleiner sein. Digitale Fotokameras nutzen beispielsweise für Fotos nahezu die ganze Fläche des 4:3- oder 3:2-Sensors, für HD-Videos im 16:9-Seitenverhältnis dagegen nur einen Teil.

Fotografische Aufnahme- bzw. Filmformate werden grob in Kleinst-, Kleinbild-, Mittel- und Grossformat unterteilt. Beim Kleinbildformat (KB) werden Aufnahmen im Format 36 x 24 mm auf einen 35mm-Film belichtet. (Der 35mm-Film wird auch für andere Formate wie z.B. Halbformat und diverse kleine Panoramaformate genutzt.)

Bei Mittelformat sind mehrere Formate üblich, die üblicherweise aufgerundet und ohne Zentimeterangaben genannt werden. Die gängigsten sind "4,5x6" (Bildformat 41,5 x 56 mm), "6x6" (56 x 56 mm), "6x7" (56 x 69 mm) und "6x9" (56 x 79 mm). Sie alle werden auf 120er-Film oder den selteneren 220er-Film mit doppelter Länge bzw. Aufnahmekapazität belichtet.

Das kleine 4,5x6 wurde manchmal als Mittelformat für Einsteiger belächelt, wurde und wird aber häufig verwendet, wenn hohe Qualität und starke Vergrösserungsfähigkeit und von der Ausrüstung gleichzeitig eine gewisse Mobilität verlangt wurden. Fürs kleinste Mittelformat gab es die fortschrittlichsten Spiegelreflexkameras (z.B. mit Autofokus), die technisch am ehesten mit den Kleinbild-SLRs mithalten konnten. Zu den Vorteilen des kleinen Mittelformats gehört, dass relativ viele Bilder aufgenommen werden können, bis ein Filmwechsel nötig wird. Immerhin 16 Aufnahmen im 4,5x6-Format können auf einen 120er-Film belichtet werden, während bei den grösseren Formaten nur gerade 12, 10 oder 8 Aufnahmen möglich sind.

Aktuell orientiert das digitale Mittelformat am 4,5x6-Format, auch wenn die Fotosensoren noch immer kleiner sind.

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Mittelformatkameras

Bei den Mittelformatkameras mit eingebautem Fotosensor und jenen, die explizit für Digitalrückteile geschaffen sind, existieren zwei Bauformen. Es gibt die vom KB-SLRs her bekannte Form mit einem T-förmigen Grundriss und das klassische Würfeldesign. Das Würfeldesign stammt von Victor Hasselblad, der gegen Ende des zweiten Weltkriegs die erste modulartige Kamera entwickelt hatte.

Die Hasselblad-Kameras waren mehrere Jahrzehnte der Inbegriff einer Mittelformatkamera und haben Geschichte geschrieben. So waren einige bei Weltraummissionen und den Mondlandungen dabei.

Bei der typischen Hasselblad (heute V-System genannt) war das Spiegelreflexgehäuse ein Würfel, an dem vorne die Objektive, hinten die Filmmagazine, oben verschiedene Sucher sowie unten oder seitlich ein Motor (für Filmtransport und Verschlussaufzug) angeschlossen werden konnte. Die heutigen MF-SLR-Kameras weichen davon etwas ab, denn der Motor wurde integriert und ein Filmtransport ist bei rein digitalen Systemen obsolet. Auch der Sucher ist bei kaum einem aktuellen Modell wechselbar. Filmmagazine können an den neusten Kameras von Hasselblad (H3 und H4), Mamiya (645DF) und Phase One (645DF) nicht  verwendet werden, da diesen Kameras die Transportmechanik fehlt.

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Digibacks und Kameras

Hier folgt eine Diaschau mit Produktbildern.

 

 

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