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Sonntag, 13. Februar 2011

Systemvergleich (Ergänzungen zum Artikel in Publisher 1/2011)


In dem zweiteiligen Publisher-Artikel beschreibe ich den Kameratyp der spiegellosen Systemkameras und seine Eigenarten. Ich vergleiche diesen Typen mit der Spiegelreflexkamera, die heute als die typische bzw. ultimative Systemkamera gilt. (Die Kameratypen habe ich in einem separaten Online-Artikel kurz erklärt.)

Als Beispiel vergleiche ich die spiegellose Panasonic GH-2 mit den DSLRs Canon EOS 60D und Nikon D7000. Die Kameras zeige ich hier als automatische Diaschau. Wer die Bilder in aller Ruhe durchblättern will, findet sie hier in meinem Online-Album.

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Spiegellose und Spiegelreflexkameras im Vergleich

Hier zwei Grafiken von Panasonic, die die Unterschiede am Beispiel der DSLR (oben) und einer spiegellosen Kameras (unten) verdeutlichen. Der Weg des Lichts durchs Objektiv in den Sucher der DSLR und auf den AF-Phasensensor im Kameraboden durch die rote Linie dargestellt.

Deutlich wird in den Darstellungen auch das unterschiedliche Auflagemass (Flange Back)

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Was ist überhaupt eine Systemkamera?

Eine Systemkamera ist Teil eines grösseren Systems aus mehreren Kameragehäusen (Bodies), die mit verschiedenen Wechselobjektiven bestückt und so für unterschiedliche Aufgaben gerüstet werden können. Ein solches Fotosystem enthält neben Kameras und Objektive weiteres Zubehör wie aufsteckbare Systemblitze, Batterie-Vertikal-Griffe, Fernauslöser etc.

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Andere Objektive anschliessen

Interessant an den spiegellosen Systemkameras ist auch, dass sich aufgrund des  kurzen Auflagemasses gut fremde Objektive adaptieren lassen, die für Kameras mit grösserem Auflagemass entwickelt wurden.

In der Regel handelt es sich um eine rein mechanische Adaptierung ohne elektronischen Datenaustausch (z.B. eingestellte Blende, Objektivkenndaten) und ohne Objektivsteuerung (Blendensteuerung, Autofokus). Ausnahmen sind einige Adapter der Kamerahersteller, denn die eine Kompatibilität zu ihren "SLR"-Objektiven aufrecht zu erhalten versuchen (Beispiele Sony Alpha-zu-Nex, Olympus und Panasonic FT-zu-mFT). Eine weitere Ausnahme sind Adapter mit Chip.

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Adapter gibt es von verschiedenen Herstellern. Bekannt für hochwertige Produkte ist die deutsche Firma Novoflex (Novoflex Adapter-Finder). Aber auch die Kamerahersteller bieten solche Adapter an, meist jedoch nur für Objektive aus ihren SLR-/DSLR-Systemen.

Panasonic führt z.B. solche für Objektive mit folgenden Anschlüssen FourThirds, Leica R (Spiegelreflex), Leica M (Sucherkameras). Olympus bietet Adapter für FourThirds (digitale Spiegelreflexserie "E-System") und Olympus OM (analoges SLR-System). Adaptierte FourThirds-Objektive sind auf Micro-FourThirds-Kameras nahezu voll funktionsfähig (Datenübermittlung, Blendeneinstellung). Auch das Autofokus funktioniert, wenn auch nicht schnell und bei jeder Kamera-Objektiv-Kombination.

Sony führt ebenfalls einen Adapter für ihre SLR/DSLR-Objektive der Alpha-Serie (entspricht Konica Minolta A-Mount) auf ihre NEX-Fotokameras und -camcorder.